Zwischen freier Entscheidung und Abschiebung

By | 7. Dezember 2018

1320 Menschen aus 37 Ländern baten die Rückkehrberatungsstelle des DRK Hamm in den vergangen drei Jahren um Unterstützung bei der Rückkehr in ihre Heimat. Viele von ihnen hatten aus sehr unterschiedlichen Gründen für sich entschieden, nicht mehr in Deutschland bleiben zu wollen. Sicher ebenso viele dieser Menschen hatten jedoch auch erfolglos nach Asyl gefragt. Ihr Antrag auf Schutz in Deutschland wurde abgelehnt und sie waren verpflichtet, Deutschland zu verlassen. Der Ausreisepflicht folgend, wendeten sie sich an das DRK, um Hilfestellung zu bekommen bei der Rückkehr in ihr Herkunftsland.

Damit eine Rückkehr gelingen kann, hilft die Beratungsstelle bei der Vorbereitung der Reise und ebenso bei der Reintegration. Um diese Hilfestellungen leisten zu können, wurde die Rückkehrberatung des DRK-Kreisverbandes Hamm e.V.  seit 2016 bis Mitte 2018 durch den  „AMIF“, den Asyl-, Migration- und Integrationsfond der EU , gefördert. Um den Umfang der Unterstützung aufrechterhalten und zusätzlich auch Rückkehrberater aus NRW  beratend unterstützen zu können, stellte das DRK erneut einen Antrag auf Förderung bei der EU. Dieser wurde bewilligt, so dass die Unterstützung der geflüchteten Menschen fortgeführt und der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen der Rückkehrberatungsstellen in NRW vertieft werden kann.

Das erste Austauschtreffen, bei dem über aktuelle Themen der Rückkehrberatung gesprochen wurde, konnte bereits im Oktober unter sehr guter Beteiligung stattfinden.

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